Info: info@riding.is Hestasport - Island im Sattel 2010

News:
Startseite
Drucke diese Seite

Das Islandpferd



Auf dieser Seite möchten wir Ihnen das Islandpferd vorstellen. Sie mögen sich vielleicht fragen, weshalb wir es Pferd nennen und nicht etwa Pony oder Kleinpferd. Die Antwort ist einfach: In Island findet sich nur diese eine Pferderasse, andere Pferde hat es hier nie gegeben.

Schon bald nach der Besiedelung Islands im 9.Jahrhundert wurde ein allgemeines Einfuhrverbot für Haustiere erlassen, um die Einschleppung von Seuchen zu verhindern. Seit rund 1000 Jahren wird diese Rasse somit ohne Fremdeinkreuzung gezüchtet. Vergleichbares gibt es nur beim arabischen Vollblut.
Das Islandpferd gilt als direkter Nachkomme des germanischen Pferdes aus dem Mittelalter. Dieses leistungsstarke ausdauernde und genügsame Pferd, das seit je und in erster Linie für erwachsene Reiter gezüchtet wird, ermöglichte es den Isländern in dem weglosen Land zu reisen, Waren zu transportieren und jährlich von überall her zum Althing zu reiten. Ohne dieses Pferd wäre die Gründung einer Bauerndemokratie im damaligen Island undenkbar gewesen. Vom 9. bis ins 20.Jahrhundert war das Pferd für die Isländer unentbehrlich. Heute ist es für uns Kamerad in der Freizeit und unterdessen auch für viele Pferdefreunde im Ausland DAS PFERD schlechthin.

  Unser Pferd ist kleiner als das kontinentale Reitpferd. Dies vergisst aber auch der anspruchsvollste Reiter, sobald er sich auf dem Rücken eines temperamentvollen Islandpferdes befindet und in geschmeidigem Tölt über Islands Weiten reitet.

Das Islandpferd ist ein sogenanntes Gangpferd im Unterschied zu Springpferd, Dressurpferd, Rennpferd, Quarterhorse usw.

Ein Gangpferd besitzt zusätzlich zu Schritt, Trab und Galopp noch die Gangart Tölt, dann nennt man es Viergänger. Der Fünfgänger verfügt ausserdem noch über den Rennpass.
Diese zusätzlichen Gangarten sind nicht etwa anerzogen, sondern genetisch fixiert, angeboren. Sie werden durch planmäßige Zucht erhalten und verbessert.

Der Tölt

  Der Tölt ist eine gelaufene Gangart im Viertakt. In dieser Gangart fußt das Pferd auf, wie im Schritt, d.h. hinten links - vorne links - hinten rechts - vorne rechts. Erst durch die Phasenfolge lässt sich der Schritt vom Tölt unterscheiden. Anstatt der Zwei- und Dreibeinstützen kommen im Tölt nur noch Ein- und Zweibeinstützen vor. Da sich jedes Pferdebein i einer unterschiedlichen Bewegungsphase befindet, ergibt sich ein fließender, erschütterungsfreier Bewegungsablauf im Viertakt, der für den Reiter sehr angenehm ist. Ein guter Tölter sollte diese Gangart taktsicher vom Schritt-Tempo bis zum Galopp-Tempo beherrschen.

Der Rennpass

Der Rennpass ist eine gesprungene Gangart im Zweitakt. In dieser Gangart springt das Pferd von einem gleichseitigen Beinpaar auf das andere. Im Rennpass kann ohne Weiteres eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreicht werden, jedoch wird diese Gangart nur auf kurzen Strecken geritten.  
Online: 4 Heute: 40 Gestern: 51 Rekord: 675 Gesamt: 104162